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Der LinienInfanterist ist ein Nahkampfeinheit des Industriezeitalters.

Hintergrund[]

Die römische Legion war für ihre strenge Disziplin berühmt – sie bewegte sich in enger Formation, wobei in der Infanterie kontinuierlich ausgeruhte Soldaten nach vorn rotierten und so die stärkeren, aber weniger disziplinierten gallischen und germanischen Soldaten massakrieren konnten. Ein ähnliches Konzept hatte die Linieninfanterie: Ihre mit Musketen bewaffneten Einheiten bewegten sich in starren Blöcken und verwandelten unregelmäßigen Beschuss in konzentrierte Salven, gefeuert aus zwei oder mehr Reihen. In der Schlacht erwiesen sich diese Reihen als kurzlebig, da ihre Kommandos im Rauch, Lärm und dem allgemeinen Chaos des Schlachtfelds untergingen, sodass die Reihen schnell zum Bajonettangriff übergingen, doch die erste Salve konnte sich gegen weniger stark organisierte Einheiten vernichtend auswirken. Dies war etwa in den Bengalischen Kriegen der Fall, als die europäischen Linieninfanteristen beeindruckende Siege gegen ähnlich bewaffnete, aber desorganisierte indische Einheiten erringen konnten. Andererseits bewegte sich die Linieninfanterie nur langsam und konnte leicht über die Flanken angegriffen oder durch Guerilla-Taktiken zerstreut werden, wie die Amerikaner den Briten während der Revolution demonstrierten. Die Linieninfanterie war für gewöhnlich mit leichten Luntenschloss- oder Steinschloss-Musketen ausgestattet und ersetzte den Pikenier als klassische Infanterieeinheit. Oft trugen Linieninfanteristen besondere Uniformen, die es ihren Kommandanten ermöglichten, die Bewegungen ihrer Einheiten zu verfolgen und taktische Vorteile daraus zu ziehen – fast wie bei einem Civilization-Spiel. Die Linieninfanterie wurde zwischen 1600 und 1860 die europäische Norm, doch durch die Einführung von Gewehren wie auch mobileren, gefechtsbasierteren Taktiken wurden Linieninfanteristen obsolet.

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