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Das Stammesfürstentum ist die erste Regierungsform die man in Civilization VI schon am Anfang freigeschaltet hat. Diese Regierungsform bietet weder besondere Boni noch Mali. Man hat aber einen Militärpolitik- und einen Wirtschaftspolitikplatz.

Hintergrund[]

Ein Stammesfürstentum ist laut Anthropologen "eine autonome politische Einheit aus mehreren Dörfern unter der dauerhaften Herrschaft eines Häuptlings." Stammesfürstentümer sind praktisch gesehen strikte Hierarchien, die auf Versippung beruhen, in denen die Herrschaft viel eher auf zugeschriebenem als auf erarbeitetem Status beruht und in denen zentrale Autoritäten und tiefgreifende Ungleichheit herrschen. Einfluss, Ansehen und Macht werden einer Elite vom Häuptling übertragen, die anschließend das Sagen hat - und sie zu seinen glühendsten Verteidigern gegen das niedere Volk in den Dörfern und um die Dörfer herum macht. Auf Beschwerden gegen diesen Zustand reagiert man eher … unwirsch.

Der Erste, der über das Stammesfürstentum schrieb, war der indische Philosoph Kautilya. Seine Werke, die er im 4. Jahrhundert v. Chr. verfasste, beschreiben Stammesfürstentümer als komplexe soziale Strukturen, die aus einem Oberhaupt, einer Krieger-Aristokratie, Bürgern, Leibeigenen und auch Sklaven bestehen. Anthropologen argumentieren, dass solche Strukturen von Haus aus instabil und anfällig für Kreisläufe aus Zusammenbruch, Zersplitterung und Wiederaufbau sind - so wie die germanischen Stämme das Weströmische Reich auseinandergerissen haben. Dessen ungeachtet können Stammesfürstentümer auch zivilisierte gesellschaftliche Systeme hervorbringen. In den Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien wurden in den Stämmen Tusi gewählt, die dem Kaiser unterstellt waren und in rechtlichen lokalen Angelegenheiten als Richter, Geschworene und für gewöhnlich auch als Henker dienten.

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